Freitag, 6. Dezember 2013

Granatapfel



Hoch hinaus. 

Granatäpfel faszinieren mich. Alleine die Farbenpracht tut es mir an. Saft. Lebenssaft. Granatrot. Blut. Lebendigkeit. Kraft. Fruchtbarkeit. Sinnlichkeit.

Der Verzehr ist exquisit, so man denn  einen reifen Granatapfel erwischt. Dies ist bei uns auf dem Grundstück etwas schwierig. Denn kaum platzen sie und würden so eigentlich herrlich reifen, bemächtigen sich ihrer die Hornissen und Wespen. Und es scheint mir, dass sie auch zu spät dran sind dieses Jahr und die Sonne einfach nicht mehr ausreicht, sie zur endgültigen Reifung zu bringen. So beisse ich also immer wieder mal in den sauren Apfel, um zu testen, doch spucke gleich Kernchen für Kernchen wieder aus. Zu sauer.

Für nächstes Jahr kaufe ich mir eine Saftzentrifuge, um den köstlichen Saft aufzufangen (auch wenn sauer) und lasse mir weitere Verarbeitungsmöglichkeiten einfallen, damit das Blut und der Samen der Pflanze weiterlebt und uns erquickt.








Wintermorgen



Winterabend



Das Leben wendet sich nach innen. Gespräche am Kamin.










Auf der Stufa wird auch gekocht. Pasta und Sugo alla Pietro.
Kartenspiel. Zu fünft bietet sich Molotov an. Sehr zu empfehlen für kalte Winterabende.

Den Tag Revue passieren lassen. Über's Leben nachdenken. Danken. Beten. Oder einfach innehalten. Der Denker. 
Kartentrick gefällig?
Fingerfertig.

Einheizen

Jetzt, mit dem plötzlichen Wintereinbruch müssen wir umdisponieren. Holz hacken statt Oliven ernten. Das Cheminée alleine kann nicht mehr genug heizen. Kurzerhand wird die alte "stufa" installiert, die mehr Basiswärme verbreitet.

So machen wir unser möglichstes, die Baustelle gemütlich und warm zu halten.




Olivenernte - der Unterbruch

Kein Witz! So sieht es am Dienstag Morgen beim Aufwachen aus. Am Sonntag haben wir noch im leichten Pullover und warmen Sonnenstrahlen Oliven gepflückt....



Jetzt ist Unterbruch bis der Schnee schmilzt und die Bäume wieder trocken sind.




Olivenernte - der Anfang

Gross sind die Diskussionen, wann die Olivenernte beginnen soll. Und wie. Und mit wem? Und überhaupt.... Alles von Hand? Mit dem Kompressor und seiner Schüttelgabel? An den Ästen rütteln? Nimmt man auch die gefallenen Oliven? Welchen Aufwand betreibt man, um die schwer erreichbaren zu pflücken? Beginnen wir sofort weil das Wetter gut ist? Lässt man sie noch Sonne tanken, da sie sehr viel Wasser enthalten? Wie werden die Arbeiter entlöhnt? Gibt es Freiwillige, Unentlöhnte? Wann werden die Oliven in die Mühle gebracht? Wie lange hat diese offen? Mit wieviel kg, bzw. Tonnen rechnen wir überhaupt? Fragen über Fragen, die sich im Vorfeld stellten. Jeder seine eigene Methode, nur wir nicht. Immer wieder wurde ein Plan entworfen, um kurz danach wieder in Frage gestellt zu werden. Einige Oliven wurden nach einem Sturm vom Boden aufgeklaubt, doch irgendwie konnten wir uns nicht entschliessen wirklich anzufangen. Bis wir endlich die Ernte auf den 17. November ansetzten.

Eine Woche durchzogenes bis schönes Wetter, immer wieder von Regenschauern untermalt, die uns Einhalt gebieten, da an nassen Olivenbäumen nicht gepflückt werden darf (da sind sich wenigstens alle einig...).




Nach ersten Versuchen, mit dem Kompressor zu arbeiten, zwecks Geschwindigkeit, lassen wir es bleiben. Zuviel Lärm, zu anstrengend, und der Zeitgewinn fraglich. So pflücken wir alles von Hand, was in Zukunft zu unserem Markenzeichen werden wird: handgelesene Oliven, verarbeitet zu reinem Olivenöl, kaltgepresst. Ich freu' mich schon drauf. Das Pflücken ist so  viel be-sinnlicher und be-friedigender!

Tatkräftige Unterstützung aus der Schweiz: Barbara, Eric und Philipp Geisinger:




Danke für euren Einsatz!!

Bevor die Oliven in die Mühle gebracht werden, werden sie noch gesäubert, bzw. von Blättern und Zweigen befreit. Dies geschieht auf einer Art Schüttelpult.



Und so kommen dann die Oliven in die Mühle. Pro Harass sind es ca 25 kg Oliven. Hier wird alles in Quintali gerechnet. 1 Quintale= 100 kg


Versöhnung - oder: Alles andere als blöd

Ich revidiere alles. Schafe sind nicht blöd, überhaupt nicht! 
Peter hat mir soeben die Fotos von unserem Schafnachwuchs geschickt - ein kleiner Bock. Er ist der Sohn von Bellezza. Und einfach soooooooo herzig!!! Das erste Tier, das bei uns zur Welt kommt, welch grosse Bedeutung. Und dies knappe 3 Wochen vor Weihnachten im Stall zu Fratticiola Selvatica, im Beisein von Peter, dem heiligen Peter, möchte ich fast  sagen. 
Welch Segen! Welch Glück!




Gut gemacht, Bellezza!!!